


*6. März 1978
Niklas Lewin war seit seinem achten Lebensjahr Mitglied des berühmten Dresdner Kreuzchors. Noch während dieser Zeit gründete er die Rockband "Defenestration", deren Texter, Komponist und Frontman er war.
Er nahm privaten Schauspielunterricht und arbeitete mit verschiedenen Dresdner Event-Gruppen, wie den "Base Industries" und dem "Zirkus Mirage" in deren Performances als Allroundkünstler, Beleuchter, Clown und Artist.
Im Ensemble "I Confidenti - Junges Opernensemble für Alte Musik", Potsdam, übernahm er 2002 im Pasticcio "Capriole d'Amore" die Rolle des Nico. Das Ensemble gastierte mit dem Stück zuletzt bei den Halleschen Händelfestspielen.
Mehrmals bereiste er Indien - bei der ersten Reise fuhr er mit Pferd und Wagen bis in den Himalaya.
Zur Zeit lebt Niklas hat drei Söhne - Emil, Albert und Nikita - und lebt in Berlin, wo er an der Humboldt-Universität ein Studium der Romanistik und Südasienwissenschaften (Hindi, Arabisch) absolviert.
mit Söhnen Emil (o.), Albert (m.), Nikita (u.)
Karma Yoga - Ein Roman
Er musste abhauen damals vor zwei Jahren, weil ihm nicht nur die Bullen, sondern auch die eine oder die andere rivalisierende Gruppe auf den Fersen war: Der rothaarige Samson, jung, tough - Drogendealer. Zurück ließ er Chaos. Jana, seine Freundin, war ohne sein Wissen schwanger von ihm. Und Jonas, sein bester Freund, der Junge aus gutem Haus, verlor durch sein Verschwinden den Halt.
Jana und Jonas finden sich über der Erinnerung an den gemeinsamen Freund - für Jonas über den Sex hinaus eine völlig neue Lebenserfahrung von Zärtlichkeit und Geborgenheit Aber als Janas kleine Tochter stirbt, zerbricht ihre Beziehung. Jana muss für lange Zeit in psychiatrische Behandlung. Jonas fühlt sich in der Hausbesetzer- und Drogenszene, in der er lebt, zunehmend fehl am Platz, weiß nicht, wohin mit sich ...
Und da erreicht sie beide ein Brief aus Indien, von Samson: Einladung? Hilferuf? Unklar.
Keins der beiden weiß von dem Brief des anderen. Aber beide beschließen sie, zu fahren. Jonas, weil er raus will aus der Sinnlosigkeit seines Daseins, Jana - vielleicht nur "um Samson endlich eine reinzuhauen".
Als Jonas Samson schließlich findet, ist die alte Faszination sofort wieder da. Es gibt nur das Heute. Eigentlich wollte er dem Freund von seiner Beziehung zu Jana erzählen, ihn einweihen in die Sache mit dem Kind - aber er bringt kein Wort über die Lippen, spart die Vergangenheit einfach aus und schiebt die Aussprache vor sich her. Und auch Samson gibt zunächst nicht preis, dass er auch Jana zitiert hat ... warum sollte er auch?
Von ihm und mit ihm wird Jonas in eine unwirklich anmutende Traum- und Zaubersphäre hineingezogen. Indien scheint das Land des Unmöglich-Möglichen zu sein. Es gibt Kamelritte und Partys, Drogenexzesse und Kreuzfahrten durchs halbe Land.
Das Pferd, das Jonas im Gesträuch neben einem Ermordeten findet, und mit dem er nun weiter durch Indien reist, das indische Mädchen, das er zu lieben meint und das ihn nur benutzt, seine wilden Träume - alles ist unwirklich, fremd, oft komisch, meist irreal. Ein wirrer Strudel ...
Niklas Lewin und "Karma Yoga" auf den Seiten des ROVERANDOM-Projektes